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Reisen im Alter

Vor größeren Reisen, vor allem vor weiten Flügen, sollten sich ältere Menschen unbedingt von einem Arzt ausführlich beraten lassen. Gefährdet sind in erster Linie Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Weit über die Hälfte der Todesunfälle bei älteren Reisenden wird durch ein Herzleiden verursacht. Schwerer herzkranke, ältere Menschen sollten daher nur in sachkundiger Begleitung reisen und immer eine entsprechende Notfallmedikation bei sich tragen.

Ältere Menschen sollten nicht fliegen, wennsie an hohem Blutdruck mit Werten über 200/100 mm Hg oder schweren Herzrhythmusstörungen leiden,eine bereits in Ruhe bestehende Herzleistungsschwäche vorliegt,sie an einer schweren Atemwegserkrankung erkrankt sind (z.B. Bronchialasthma oder Emphysem),sie vor kurzem einen Herzinfarkt überstanden haben.
Sechs Wochen Abstand ist die Mindestzeit nach einem Infarkt. Muss unbedingt zu einem früheren Zeitpunkt eine Flugreise erfolgen, sollte das Einverständnis der jeweiligen Fluglinie eingeholt werden.
Je nach individuellem Zustand können Patienten nach Herz-Operationen (Bypass) oft schon nach zwei bis drei Wochen notwendige Flüge antreten. Nach Katarakt-Operationen am Auge oder gelaserten Netzhautablösungen sollte man mindestens vier Wochen bis zum Antritt einer Flugreise warten. Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr muss während der gesamten Reise unbedingt geachtet werden. Ältere Menschen haben oft ein unzureichendes Durstgefühl. Der Verlust an Flüssigkeit (z.B. Durchfall) kann dann eine schwere Belastung für Herz und Kreislauf bedeuten. Wichtig ist auch, dass alle notwendigen Medikamente in ausreichender Menge mitgenommen werden. Neue Erkrankungen sind bei Älteren auf Reisen eher selten. Aber Ekzeme, Schuppenflechten, Pilzerkrankungen und Venenleiden können sich bei feuchtheißem Klima verschlimmern. Wichtig ist also, dass der ältere Reisende seine Medikamente in ausreichender Menge ins Handgepäck mitnimmt. Das Mitführen einer Liste mit den wichtigsten Erkrankungen und der aktuellen Medikation (möglichst keine Handelsnamen, sondern international übliche Wirkstoffbezeichnungen), kann unter Umständen lebensrettend sein. Hierfür bietet sich der europäische Notfallausweis an, der in neun EU-Sprachen abgefasst ist und über den Deutschen Bundesverlag, Postfach 13 20, 53003 Bonn, bezogen werden kann.
Eventuell notwendige Impfungen richten sich nach dem Reiseziel. Jedoch sollte man gerade bei älteren Menschen auf eine Auffrischungsimpfung gegen Diphtherie, Wundstarrkrampf und Kinderlähmung achten. Meist ist es lange her, dass die letzte Impfung verabreicht wurde. Liegt kein Schutz gegen Hepatits A vor (vom Arzt überprüfen lassen!), ist diese gut verträgliche Impfung dringend zu empfehlen. Für abwehrgeschwächte Reisende und solche mit Herz-Lungen-Erkrankungen empfiehlt sich auch eine Grippeimpfung.

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